Lesung:
„Lasst uns an dem Bekenntnis festhalten, dass wir einen großen Hohepriester haben, Jesus Christus, den Sohn Gottes, der durch die Himmel hindurch bis zum Thron Gottes gelangt ist. Er ist unser Hohepriester und steht uns bei: Wenn wir schwach sind, fühlt er mit uns, wenn wir stolpern, taumelt er mit uns, wenn wir Angst und Schmerz leiden, ist er auf unserer Seite. Jeder Versuchung hat er sich ausgesetzt, aber er ist nicht gestrauchelt. Darum lasst uns voller Zuversicht vor den Gnadenthron Gottes treten, denn Jesus Christus wird uns gnädig und barmherzig sein, wenn wir seine Hilfe brauchen.“ (Hebr. 4, 14-16)
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen.
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen.
Gott segne reden und hören. Amen.
Liebe Gemeinde
Die Worte aus der Bibel für den heutigen Sonntag sind nicht unbedingt einfach zu verstehen. Da wird keine Geschichte erzählt, der wir mit gespitzten Ohren folgen können, nein, da wird aus einem Ausschnitt eines Briefes zitiert, in dem sich ein Hauptwort an das andere reiht.
Ein „Bekenntnis“ kommt darin vor, ein „Gnadenthron“ und ein „Hohepriester“. Aber wie sieht dieses Bekenntnis aus? Was hat der Gnadenthron dort zu suchen? Und was ist ein Hohepriester?
Priester, ja. Dieses Wort kennen wir aus der katholischen Kirche. Das ist jemand, der für den Kult verantwortlich ist. Und für die Ausübung des Kults war damals auch der Hohepriester im Tempel in Jerusalem zuständig, angefangen von der richtigen Ausführung der Opfer bis hin zu der Einteilung des Tempelpersonals. Er war der oberste der Priester. Eine wichtige Persönlichkeit. Der, der das Sagen hatte. Im weltlichen Sinn, genauso wie im religiösen. Er führte in Jerusalem die Verhandlungen mit den Römern und vertrat die Menschen gegenüber der feindlichen Besatzungsmacht. Er vertrat die Menschen aber auch vor Gott. An Jom Kippur, dem großen Versöhnungstag, betrat er als Einziger den abgesperrten Teil des Tempels, und bat dort im Namen aller Gott um Vergebung. Er war ein Mittler zwischen Gott und den Menschen. Ein Brückenbauer. Ein „Pontifex“, wie sein Titel im lateinischen lautet.
Die Worte aus der Bibel für den heutigen Sonntag sind nicht unbedingt einfach zu verstehen. Da wird keine Geschichte erzählt, der wir mit gespitzten Ohren folgen können, nein, da wird aus einem Ausschnitt eines Briefes zitiert, in dem sich ein Hauptwort an das andere reiht.
Ein „Bekenntnis“ kommt darin vor, ein „Gnadenthron“ und ein „Hohepriester“. Aber wie sieht dieses Bekenntnis aus? Was hat der Gnadenthron dort zu suchen? Und was ist ein Hohepriester?
Priester, ja. Dieses Wort kennen wir aus der katholischen Kirche. Das ist jemand, der für den Kult verantwortlich ist. Und für die Ausübung des Kults war damals auch der Hohepriester im Tempel in Jerusalem zuständig, angefangen von der richtigen Ausführung der Opfer bis hin zu der Einteilung des Tempelpersonals. Er war der oberste der Priester. Eine wichtige Persönlichkeit. Der, der das Sagen hatte. Im weltlichen Sinn, genauso wie im religiösen. Er führte in Jerusalem die Verhandlungen mit den Römern und vertrat die Menschen gegenüber der feindlichen Besatzungsmacht. Er vertrat die Menschen aber auch vor Gott. An Jom Kippur, dem großen Versöhnungstag, betrat er als Einziger den abgesperrten Teil des Tempels, und bat dort im Namen aller Gott um Vergebung. Er war ein Mittler zwischen Gott und den Menschen. Ein Brückenbauer. Ein „Pontifex“, wie sein Titel im lateinischen lautet.
Dieser Mittler, dieser Brückenbauer, sagt der Hebräerbrief in seinem Bekenntnis, ist Jesus. Er, Jesus, baut eine Brücke zwischen uns und Gott.
Jesus kann dies, weil er uns als Mensch nah ist. Wenn wir schwach sind, fühlt er mit uns mit, heißt es in dem Brief, wenn wir stolpern, taumelt er mit uns, wenn wir Angst haben oder Schmerzen leiden, ist er auf unserer Seite. Mit anderen Worten: Jesus steht nicht über uns, sondern neben uns. Solidarisch.
Und doch unterscheidet er sich auch in Manchem von uns. Zwar hat er sich jeder Versuchung ausgesetzt, aber im Gegensatz zu uns ist er nicht gestrauchelt. Sein Herz blieb rein. Rein von Hass, rein von Missgunst, rein von Neid. Dafür war sein Herz voller Güte. Voller Freundlichkeit. Und Barmherzigkeit. Darum, sagt der Hebräerbrief, können wir - wenn es einmal so weit ist - auch voller Zuversicht vor den Thron Gottes treten. Denn dort auf diesem Thron sitzt Christus, der uns gnädig ist und der uns hilft, dort, wo wir Hilfe brauchen. Ja, er lässt niemanden im Stich. Ein echter Brückenbauer eben. Zwischen Gott und uns Menschen. Zwischen Gut und Böse. Zwischen Schuld und Vergebung.
Und doch unterscheidet er sich auch in Manchem von uns. Zwar hat er sich jeder Versuchung ausgesetzt, aber im Gegensatz zu uns ist er nicht gestrauchelt. Sein Herz blieb rein. Rein von Hass, rein von Missgunst, rein von Neid. Dafür war sein Herz voller Güte. Voller Freundlichkeit. Und Barmherzigkeit. Darum, sagt der Hebräerbrief, können wir - wenn es einmal so weit ist - auch voller Zuversicht vor den Thron Gottes treten. Denn dort auf diesem Thron sitzt Christus, der uns gnädig ist und der uns hilft, dort, wo wir Hilfe brauchen. Ja, er lässt niemanden im Stich. Ein echter Brückenbauer eben. Zwischen Gott und uns Menschen. Zwischen Gut und Böse. Zwischen Schuld und Vergebung.
Mich hat, liebe Gemeinde, dieses Wort des Brückenbauers fasziniert. Vielleicht, weil auch wir heute einen solchen Brückenbauer bräuchten. Einer, dessen Herz rein ist und der keinen Dreck an seinen Fingern kleben hat. Und der sich trotzdem in diese Welt hineinkniet, und anpackt, dort wo es nötig ist.
Zum Beispiel bei der Wut, die nach der Coronakrise in den Herzen vieler Menschen noch immer schlummert. Es hat sich in diesen Jahren der Coronakrise ja auch bei vielen so einiges angestaut. An Druck, an Hilflosigkeit, an Angst. Auch an Frustration. Und es gab bis heute keinen richtigen Ort, um diese Wut, diese Hilflosigkeit und auch diese Frustration wieder loszuwerden. So setzt sich alles nur immer tiefer in den Menschen fest. Wie eine Art von Depot, auf das man jederzeit zugreifen kann. Nicht immer bewusst. Manchmal öffnen sich die Türen zu diesem Depot auch von selbst. Und plötzlich bricht etwas aus einem heraus, mit dem an selbst gar nicht gerechnet hat. So entsteht eine aufgeheizte Atmosphäre in unsere Gesellschaft. Das Einfache wird auf einmal schwer. Und das Schwere noch schwerer. Da ist kein Platz mehr für ein Lächeln. Nein. Alles ist bitterernst.
Wer baut da eine Brücke, um aus dieser Wut wieder herauszukommen? Wer bahnt uns den Weg und rollt die Steine zur Seite, über die wir stolpern?
Jesus, sagt der Hebräerbrief, ist ein solcher Brückenbauer. Er baute damals Brücken zwischen den unterschiedlichsten Menschen. Die Sünder und Zöllner waren an seinem Tisch genauso willkommen, wie die Gesetzeslehrer und Frommen. Ja, Jesus brachte damals die unterschiedlichsten Menschen zusammen, ohne dass es krachte. Vielleicht kann er ja uns heute auch aus unserer Wut heraushelfen?
Wie könnte der erste Stein aussehen, aus der seine Brücke besteht?
Vielleicht so:
Dass wir alle einen Schritt zurück treten. Einmal tief durchatmen und einen Schritt zurück machen, anstatt den Druck immer weiter zu erhöhen. Das schafft Luft. Das schafft Raum. In diesem Raum kann etwas Neues entstehen. Was das ist, das kann man vorher noch nicht wissen. Aber was es auch ist, es ist auf jeden Fall besser, als sich in einer direkten Konfrontation Nase an Nase gegenüberzustehen. Also, ein Schritt zurücktreten. Der erste Stein der Brücke.
Der zweite Stein:
Die Welt nicht nur mit den eigenen Augen sehen, sondern sie auch durch die Augen der anderen betrachten. Manch aufgeheizte Debatte würde auf diese Weise anders verlaufen. Und solche Debatten haben wir im vergangenen Wahlkampf viele erlebt. Vor allem wenn es um das Thema Migration ging. Es waren hitzige Schlagabtäusche, in denen es meist darum ging, den jeweils anderen niederzuringen. Aber damit ist auf Dauer niemandem geholfen. Was dagegen hilft, ist, sich in andere hineinzuversetzen.
Zum Beispiel in die Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind. Im Moment müssen diese Menschen sich anhören, dass sie alle hier nicht erwünscht sind. Ja, dass sie Verbrecher sind, die hier nichts zu suchen haben. Was sind das für Töne? Woher kommt dieser Hass? Und diese Ablehnung? Sicher, man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, wie viele Menschen aus anderen Ländern hier in Deutschland leben sollen, und auf welche Weise sie zu uns kommen, aber das heißt noch lange nicht, dass wir die Menschen, die hier sind, mit Hass begegnen und so tun, als wären sie alle Verbrecher. Das stimmt so doch nicht.
In der Schule, in der ich unterrichte, ist ein Junge aus Afghanistan. Er ist zehn Jahre alt. Er ist freundlich. Er ist nett. Er wird von den anderen Kindern dafür geachtet. Soll er in einen Topf geworfen werden mit den Menschen, die in den letzten Wochen Anschläge in Deutschland verübt haben? Nur weil diese Menschen ebenfalls aus Afghanistan kamen, oder aus Syrien? Was soll sich der syrische Arzt denken, der hier im Krankenhaus seinen Dienst tut und der dort dringend gebraucht wird? Soll er auch möglichst sofort gehen, nur weil er aus Syrien stammt? Oder was ist mit dem Taxifahrer, der in Mannheim den Attentäter aufhielt und Schlimmes verhinderte? Er heißt Muhammad, nicht Georg oder Tom. Soll er auch gehen. Obwohl er mehr Mut und Mitgefühl hatte, als viele andere in diesem Moment?
Nein, die Menschen nach ihren Herkunftsländern zu sortieren, hilft uns nicht weiter. Die Täter der Anschläge waren psychisch krank oder religiöse Fanatiker. Daneben waren einige aus einem anderen Land. Aber ihre Herkunft war nicht der Grund für die Anschläge.
Wie gesagt, es ist gut offen darüber zu reden, welche Menschen aus anderen Ländern in Deutschland leben sollen und wie sie in unser Land kommen. Aber es kommt bei dieser Debatte auf den Ton an. Und in diesem Ton sollte der Respekt vor den Menschen nicht verloren gehen. Jesus wäre dies wichtig. Eine Atmosphäre, auf der die Diskussion auf dem Rücken der Menschen ausgetragen wird, würde ihm dagegen nicht gefallen.
Darum sollte es auch uns wichtig sein die Achtung vor den anderen Menschen zu bewahren. Dazu hilft der zweite Stein der Brücke, der uns Mut macht, uns in die Position des anderen hineinzuversetzen.
Die Welt nicht nur mit den eigenen Augen sehen, sondern sie auch durch die Augen der anderen betrachten. Manch aufgeheizte Debatte würde auf diese Weise anders verlaufen. Und solche Debatten haben wir im vergangenen Wahlkampf viele erlebt. Vor allem wenn es um das Thema Migration ging. Es waren hitzige Schlagabtäusche, in denen es meist darum ging, den jeweils anderen niederzuringen. Aber damit ist auf Dauer niemandem geholfen. Was dagegen hilft, ist, sich in andere hineinzuversetzen.
Zum Beispiel in die Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind. Im Moment müssen diese Menschen sich anhören, dass sie alle hier nicht erwünscht sind. Ja, dass sie Verbrecher sind, die hier nichts zu suchen haben. Was sind das für Töne? Woher kommt dieser Hass? Und diese Ablehnung? Sicher, man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, wie viele Menschen aus anderen Ländern hier in Deutschland leben sollen, und auf welche Weise sie zu uns kommen, aber das heißt noch lange nicht, dass wir die Menschen, die hier sind, mit Hass begegnen und so tun, als wären sie alle Verbrecher. Das stimmt so doch nicht.
In der Schule, in der ich unterrichte, ist ein Junge aus Afghanistan. Er ist zehn Jahre alt. Er ist freundlich. Er ist nett. Er wird von den anderen Kindern dafür geachtet. Soll er in einen Topf geworfen werden mit den Menschen, die in den letzten Wochen Anschläge in Deutschland verübt haben? Nur weil diese Menschen ebenfalls aus Afghanistan kamen, oder aus Syrien? Was soll sich der syrische Arzt denken, der hier im Krankenhaus seinen Dienst tut und der dort dringend gebraucht wird? Soll er auch möglichst sofort gehen, nur weil er aus Syrien stammt? Oder was ist mit dem Taxifahrer, der in Mannheim den Attentäter aufhielt und Schlimmes verhinderte? Er heißt Muhammad, nicht Georg oder Tom. Soll er auch gehen. Obwohl er mehr Mut und Mitgefühl hatte, als viele andere in diesem Moment?
Nein, die Menschen nach ihren Herkunftsländern zu sortieren, hilft uns nicht weiter. Die Täter der Anschläge waren psychisch krank oder religiöse Fanatiker. Daneben waren einige aus einem anderen Land. Aber ihre Herkunft war nicht der Grund für die Anschläge.
Wie gesagt, es ist gut offen darüber zu reden, welche Menschen aus anderen Ländern in Deutschland leben sollen und wie sie in unser Land kommen. Aber es kommt bei dieser Debatte auf den Ton an. Und in diesem Ton sollte der Respekt vor den Menschen nicht verloren gehen. Jesus wäre dies wichtig. Eine Atmosphäre, auf der die Diskussion auf dem Rücken der Menschen ausgetragen wird, würde ihm dagegen nicht gefallen.
Darum sollte es auch uns wichtig sein die Achtung vor den anderen Menschen zu bewahren. Dazu hilft der zweite Stein der Brücke, der uns Mut macht, uns in die Position des anderen hineinzuversetzen.
Manche Brücke baut sich dadurch wie von selbst. Es braucht aber noch einen dritten Stein. Das miteinander reden.
Das geht anders, wenn man am Anfang einen Schritt zurück getreten ist. Durch den entstandenen Raum ist die Diskussion nicht mehr so aufgeregt, und hektisch. Da ist mehr Ruhe möglich. Mehr Überlegung. Mehr Zuhören.
Eine solche Diskussion verläuft anders, wenn man sich in die Rolle des anderen hineinversetzt hat. Auf einmal entstehen andere Worte. Es wächst Verständnis für den anderen. Man hört zu. Es ist auch ein Schweigen möglich, ohne dass es weh tut.
Eine solche Diskussion verläuft anders, wenn man sich in die Rolle des anderen hineinversetzt hat. Auf einmal entstehen andere Worte. Es wächst Verständnis für den anderen. Man hört zu. Es ist auch ein Schweigen möglich, ohne dass es weh tut.
So entstehen Brücken. Auf ganz unterschiedliche Weise.
Manche Brücke entsteht so auch in uns.
Indem wir auch unseren eigenen Gefühlen nicht blind folgen, sondern auch ihnen gegenüber einen Schritt zurücktreten und auf das horchen, was die Angst, die Wut, oder den Missmut in uns ausgelöst hat.
Indem wir Worte finden, um über diese Gefühle ins Gespräch zu kommen, so dass wir mit uns selbst ins Gespräch kommen, wie auch mit anderen.
So entstehen Brücken, die uns helfen, zu leben. Denn letztlich wollen wir alle nicht in einer Welt leben, in der wir alle Brücken hinter uns abgebrochen haben.
Indem wir auch unseren eigenen Gefühlen nicht blind folgen, sondern auch ihnen gegenüber einen Schritt zurücktreten und auf das horchen, was die Angst, die Wut, oder den Missmut in uns ausgelöst hat.
Indem wir Worte finden, um über diese Gefühle ins Gespräch zu kommen, so dass wir mit uns selbst ins Gespräch kommen, wie auch mit anderen.
So entstehen Brücken, die uns helfen, zu leben. Denn letztlich wollen wir alle nicht in einer Welt leben, in der wir alle Brücken hinter uns abgebrochen haben.
Auch zu Gott können so neue Brücken entstehen. Damals, im alten Israel, war dafür der Hohepriester zuständig. Er allein durfte am großen Versöhnungstag das Allerheiligste betreten um Gott um Vergebung zu bitten.
Einen Tempel haben wir heute nicht mehr. Er wurde von den Römern vor 2000 Jahren zerstört. Aber wir haben jemand anderen, der Gott näher ist als selbst der Hohepriester damals im Allerheiligsten des Tempels. Jesus. Er legt für uns bei Gott ein gutes Wort ein, wenn uns die Worte fehlen. Und baut für uns, dort, wo wir schuldig wurden, eine Brücke zu Gott.
Ja, selbst dort, wo uns Menschen Gott vielleicht abhanden gekommen ist, kann Jesus uns eine Brücke zu Gott bauen. Denn so wie der Tempel von den Römern zerstört wurde, sind auch manche Bilder von Gott in uns zerstört worden. Sie sind unter unseren Händen zerbrochen, weil sie nicht mehr mit unserem Leben zusammen gepasst haben. So gerieten wir ins Zweifeln. Gibt es Gott? Oder gibt es ihn nicht? Und wenn es ihn gibt, wie ist er dann? Keiner weiß es genau. Weil Gott jenseits unseres Begreifens ist. Weil er größer ist, als all unser Verstehen. Weil Gott nicht ein Teil unserer Welt ist, sondern in dieser Welt nicht zu fassen ist. Weil Gott immer auch ein Geheimnis bleibt.
Jesus dagegen ist kein Geheimnis. Er ist greifbar. Vorstellbar. So baut er uns eine Brücke zu Gott. Er nimmt uns hinein in das Vertrauen, das ihn mit Gott verbunden hat. In seine Liebe, in seine Barmherzigkeit. In der Gott selbst zu finden ist. So wachsen neue Bilder von Gott. Andere Bilder. Sie sind durchscheinender. Nicht so fest. Sie beschreiben Gott vielleicht nicht von außen, sagen nichts über Gott, dafür beschreiben sie aber, wie Gott in uns wirkt. Dass er uns hinführt zur Liebe. Zum Vertrauen. Zum Barmherzigsein.
Liebe Gemeinde.
Einen Brückenbauer, sagt der Hebräerbrief, ist Christus. Er baut Brücken zu Gott. Brücken zu den anderen Menschen. Brücken in uns selbst. Lasst uns über diese Brücken gehen, damit wir nicht in einer Welt leben, in der alle Brücken hinter uns abgebrochen sind. Amen.
Einen Brückenbauer, sagt der Hebräerbrief, ist Christus. Er baut Brücken zu Gott. Brücken zu den anderen Menschen. Brücken in uns selbst. Lasst uns über diese Brücken gehen, damit wir nicht in einer Welt leben, in der alle Brücken hinter uns abgebrochen sind. Amen.
(Pfr, Paul Wassmer, Sonntag Invokavit, 9.3.2025 Maulburg)
